AMD: Weltweit erste Studie mit iPS-Zellen in Japan vor dem Start

Kobe – Sieben Jahre nach der Entwicklung induzierter pluripotenter Stammzellen (iPS), für die Shinya Yamanaka vor zwei Jahren den Medizinnobelpreis erhielt, wurde in Japan die erste iPS-basierte klinische Studie genehmigt. Patienten, die an der exsudativen „feuchten“ Form der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) leiden, sollen Trans­­plantate aus retinalen Pigmentepithelien erhalten, die im Labor aus iPS hergestellt wurden.

Die Ophthalmologin Masayo Takahashi vom Forschungszentrum RIKEN in Kobe hatte ihr Projekt bereits im letzten Jahr auf einer Homepage des Forschungszentrums RIKEN in Kobe vorgestellt. Nach der Aufklärung und Registrierung wurde den Patienten eine Hautbiopsie entnommen, um daraus Fibroblasten zu isolieren. Die Fibroblasten wurden dann zunächst in iPS-Zellen verwandelt, in Kultur vermehrt und später in retinale Pigmentepithelien (RPE) differenziert.

Die RPE haben in der Netzhaut eine Stütz- und Ernährungsfunktion für die eigentlichen Sinneszellen. Takahashi erhofft sich von den Transplantaten eine Erholung der Seh­funktion, die bei der AMD allmählich verloren geht. Die Erkrankung ist in den Industrie­ländern die häufigste Ursache für Erblindungen nach dem 50. […]

Weiter/Quelle: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/60060

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