Kategorie-Archiv: Medien

Transhumanismus oder der Traum vom Tech-Menschen

Gottlieb Duttweiler Institute:

Cyborgs, Gehirn-Backups auf dem Computer und ewiges Leben: Der Transhumanismus propagiert die Überwindung menschlicher Grenzen mithilfe der Technologie. Ted Chu erklärt Potenzial und Gefahren der posthumanen Idee am GDI-Trendtag 2015.

Quelle/zum Artikel: http://www.gdi.ch/de/Think-Tank/Trend-News/Transhumanismus-oder-der-Traum-vom-Tech-Menschen

 

Telepolis: Interview zum Thema Transhumanismus

Telepolis hat ein Interview zum Thema Transhumaismus mit dem Soziologen Roland Benedikter veröffentlicht, Bedauernswert ist die extreme Konzentration auf die USA. So wird etwa das US-amerikanische BRAIN-Initiative als einer der drei großen Schritte beschreieben, die 2014 in Richtung Transhumanismus gegangen wurden – ohne das europäische Human Brain Project auch nur zu erwähen. Gegen Ende des Interviews schlägt das ganze dann dann leider sehr ins Negative um, von einer Diskussion, wie der Humanismus mit der „Herausforderung“ des Transhumanismus umgehen könnte sogar hin zu dem Versuch, den Transhumanismus mit dem religiösen Fundamentalismus der ISIS zu vergleichen.

Biotinte basierend auf Spinnenseide: Neue Chancen für die regenerative Medizin

Spinnenseide eignet sich hervorragend als Material für Biotinte, mit der gewebeähnliche Strukturen im dreidimensionalen Druck hergestellt werden können. Die dabei verwendeten lebenden Zellen von Menschen oder Tieren bleiben in der Regel funktionstüchtig. So eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten für die Regeneration von Herzmuskel-, Haut- oder Nervengewebe.

Zu diesem Ergebnis kommen Forschungsarbeiten, die aus einer engen Zusammenarbeit von Prof. Dr. Thomas Scheibel (Lehrstuhl für Biomaterialien, Universität Bayreuth) und Prof. Dr. Jürgen Groll (Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe der Medizin und der Zahnheilkunde, Universität Würzburg) hervorgegangen sind. […]

Als lebende Zellen wurden zunächst Fibroblasten von Mäusen und anschließend – mit gleichbleibendem Erfolg – menschliche Zellen verwendet. „Die bisher erzielten Forschungsergebnisse machen uns deshalb zuversichtlich, dass sich durch den Einsatz von Spinnenseide als Biotinte langfristig völlig neue Perspektiven für die regenerative Medizin erschließen“, erklärt Prof. Dr. Thomas Scheibel.

„Es wäre beispielsweise möglich, Zellstrukturen zu züchten, die funktionsunfähiges Herzmuskelgewebe ersetzen. Und auch im Hinblick auf die Reparatur zerstörter Nervenbahnen oder Hautpartien zeichnen sich hochinteressante Möglichkeiten ab, die wir in unseren Forschungsarbeiten zur Biofabrikation weiter ausloten wollen.“

Prof. Dr. Jürgen Groll ergänzt: „Die Biofabrikation braucht dringend neue Biotinten mit variablen Eigenschaften, um funktionale Gewebestrukturen züchten zu können. Mit dem neuen 3D-Druckverfahren auf der Basis von Spinnenseide konnten wir das Forschungsfeld um eine vielversprechende Möglichkeit erweitern.“ […]

Quelle/zum Artikel: http://www.innovations-report.de/html/berichte/biowissenschaften-chemie/biotinte-basierend-auf-spinnenseide-neue-chancen-fuer-die-regenerative-medizin.html

Diese Maschine bringt dir Zeichnen bei (ob du willst oder nicht)

Im Roman Schöne Neue Welt dürfen ausgewählte Kinder eine Schulbildung durch ​Hypnopädie genießen, bei der ihnen Informationen im Schlaf durch ihre Ohren ins Gehirn geleitet werden. So eine fortschrittliche Form des Schlaflernes, wie sie in Huxleys London von 2054 zum Alltag privilegierter Bürger gehört, klingt für uns heute eher wie eine kühne Dystopie. Ein Student des Copenhagen Institute of Interaction Design versucht jedoch, mit Hilfe von Neurofeedback einen Apparat zu entwickeln, die uns einer Science Fiction, in der Maschinen und Computer unsere besten Lehrer sind, einen großen Schritt näherbringt.

Der ​Teacher von Saurabh Datta soll menschliche Lernprozesse erheblich beschleunigen, in dem er unseren Körper zu Bewegungsabläufen zwingt, die einen entscheidenden Anteil daran haben, dass wie Fähigkeiten wie Zeichnen oder das Spielen eines Musikinstruments beherrsch […]

Quelle/zum Artikel:  http://motherboard.vice.com/de/read/diese-robo-arm-bringt-dir-zeichnen-bei-ob-du-willst-oder-nicht-290

„Wir Maschinenwesen“ auf zeit online

Heute ist auf Zeit Online dieser Artikel von Günter Hack aufgetaucht, der sich mit Cyborgs und der Beziehung zwischen Mensch und Technik beschäftigt, und dabei eine kategorische Technik-Ablehnung zumindest als unpraktikabel bezeichnet. Auch der Transhumanismus wird erwähnt, kommt aber (mal wieder) nicht sonderlich gut weg:

Haraway schneidet darin wichtige Themenkomplexe an, hebt vor allem die Tatsache hervor, dass Menschen nie als isolierte Individuen funktionieren können, sondern stets in ein fein ausdifferenziertes Netz biologischer und mechanischer Agenten eingebettet waren. Haraway bietet eine Gegenposition zum Denken der Transhumanisten, die zuallererst das Individuum durch Technik erweitern, stärken und unabhängiger machen wollen. Eine Taktik, die, denkt man Haraway weiter, letztlich scheitern muss, weil die modifizierten Monaden die Abhängigkeiten, in denen sie sich befinden, nicht erkennen und meistern, sondern nur abbauen und durch neue ersetzen können.

Der ganze Artikel is auf Zeit online zu finden.

Spektrum der Wissenschaft Spezial: Der Mensch, Version 2.0

Das Spektrum Spezial vom Juli 2014 widmet sich dem Thema Transhumanismus:

Zum Inhalt:

Die biologischen Grenzen sprengen
  1. Auf vielen Gebieten von Forschung und Technik nehmen Erkenntnisgewinn und Innovationstempo exponentiell zu. Lineare Extrapolationen bisheri ger Trends bleiben deshalb weit hinter dem zurück, was die Zukunft tatsächlich bringen dürfte.
  2. Bis zum Ende dieses Jahrhunderts werden wir folglich so viel technischen Fortschritt erreichen wie in den gesamten 20 000 Jahren Menschheitsgeschichte zuvor.
  3. Auch der Mensch selbst profiziert davon. Genmanipulation, Organersatz durch Stammzellen und Nanotechnik werden unseren Körper verbessern, während Drogen und Neuroimplantate unserem Geist zu ungeahnter Leistungsfähigkeit verhelfen.

http://www.spektrum.de/alias/transhumanismus/der-mensch-version-2-0/1295101

Deutschlandradio: Über das Menschsein hinaus

Getunte Gehirne, Exoskelette, Siliziumschaltkreise im Körper – schon längst wird daran geforscht und geschraubt. Das Versprechen: ein besseres Leben mit höherer Leistungsfähigkeit und mehr Lebensfreude. Schöne neue Welt oder Vertiefung gesellschaftlicher Gräben?

Beitrag Online anhören: http://www.deutschlandradiokultur.de/ueber-das-menschsein-hinaus.976.de.html?dram:article_id=289308

Mensch-Maschine Visionen

Soll Technik den Menschen perfektionieren? Welche Technik darf im Menschen eingesetzt werden? Wo entstehen neue Abhängigkeiten, welche Ängste sind berechtigt? Die Verschmelzung von Mensch und Maschine steht beim 18. Berliner Kolloquium im interdisziplinären Brennpunkt. Die Daimler und Benz Stiftung lädt Experten aus Medizin und Neurowissenschaften, Technik und Recht sowie Ethik und Philosophie zum kritischen Diskurs. Vor dem Hintergrund transhumanistischer Entwicklungen nehmen sie einen Tag lang unter anderem Neuroimplantate und Eingriffe ins Gehirn unter ihre fachliche Lupe.

Technische Geräte, die im menschlichen Körper implantiert und mit dem Nervensystem verbunden sind, eröffnen neue Dimensionen für moderne Diagnose- und Therapieverfahren. Sie bieten Aussicht auf Vorbeugung, Linderung oder Heilung, sogar bei bislang als hoffnungslos eingeschätzten Erkrankungen. Dabei haben die Wissenschaftler des Berliner Kolloquiums auch die Schattenseiten der Mensch-Maschine-Schnittstelle vor Augen: Dazu gehören die ungeklärten Fragen nach medizinischen Kriterien und rechtlichen Rahmenbedingungen, die Abschätzung von Nutzen und Risiken für den Betroffenen und nicht zuletzt unser Selbstverständnis als Menschen.

Quelle: Daimler Benz-Stiftung (http://www.vde.com/de/fg/dgbmt/arbeitsgebiete/fachausschuesse/nep/documents/programm_bk2014_final.pdf)

iKNOW Policy Brief Alert – Transhumanism becomes a significant force

Human enhancement techniques are developing rapidly.  This wildcard explores the notion that Transhumanism (promotion of such humans enhancement with technology) becomes a significant force in society rather than a fringe phenomenon.  The wildcard assumes that relevant technologies will be widely available and welcomed.

Quelle: http://community.iknowfutures.eu/pg/file/popper/view/1135/iknow-policy-brief-002-transhumanism-becomes-a-significant-force

STOA – Human Enhancement: study

The study attempts to bridge the gap between visions on human enhancement (HE) and the relevant technoscientific developments. It outlines possible strategies of how to deal with HE in a European context, identifying a reasoned pro-enhancement approach, a reasoned restrictive approach and a case-by-case approach as viable options for the EU. The authors propose setting up a European body (temporary committee or working group) for the development of a normative framework that guides the formulation of EU policies on HE.

Zum Artikel: http://www.europarl.europa.eu/stoa/ (EU Parlament, 2009)