Französische Forscher öffnen erstmals Blut-Hirn-Schranke auf Knopfdruck

Die Blut-Hirn-Schranke schützt das Gehirn gegen Keime und Gifte. Gleichzeitig hält die Barriere zwischen Hirnzellen und Blutgefäßen wichtige Medikamente davon ab, in das Denkorgan vorzudringen. Ärzten an einem Pariser Krankenhaus ist es nun gelungen, die Schranke mit einem implantierten Ultraschallgerät zu öffnen.

Glioblastome sind die am häufigsten auftretenden Tumore des Gehirns. Sie wachsen schnell, bleiben aber oft unbemerkt. Symptome wie Wahrnehmungsstöungen oder Kopfschmerzen treten erst spät auf. Einmal diagnistoziert müssen solche Glioblastome schnell und effektiv behandelt werden. […]

Glioblastome sind Tumore, die aus Gliazellen wachsen, allerdings aus unvorteilhaft mutierten.  Zwar sorgt diese Tumorart selbst dafür, dass die Blut-Hirn-Schranke sich ein wenig lockert und immerhin eine geringe Dosis der Medikamente zum Krebsgewebe gelangt. Doch in der Regel reicht diese Menge bei weitem nicht aus, um ein Glioblastom zu zerstören.

Doch nun wurde das Hindernis in einer klinischen Studie zum ersten Mal überwunden. Ärzte am Pariser Hôpital de la Salpêtrière implantierten mehreren Patienten einen fingernagelgroßen Ultraschall-Emiter, nachdem ein Chirurg ihr Glioblastom entfernt hatte. Sobald sich die Patienten von der Operation erholt hatten, injizierten die Ärzte ihnen eine Flüssigkeit voller winziger Gasbläschen (Microbubbles), wie sie bei Ultraschalluntersuchungen als Kontrastmittel genutzt wird. […]

Quelle/weiter: https://www.wired.de/collection/latest-articles/franzosische-arzte-offnen-erstmals-blut-hirn-schranke-auf-knopfdruck

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