Jenseits von Ebola

Während alle Welt auf die Ebola-Epidemie schaut, sorgen sich Forscher wegen ganz anderer Infektionskrankheiten. Denn immer wieder schaffen Erreger den Sprung vom Tier zum Menschen und reisen mit ihnen um den Erdball.

Hier schlafen unsere Freunde bei minus 80 Grad.“ Mit Schwung öffnet Jonas Schmidt-Chanasit die Edelstahltür des Gefrierschranks im S3-Labor des Bernhard-Nocht-Instituts (BNI) in Hamburg. Der Virologe zieht einen Schieber heraus, in dem gelbe und orange Plastikdosen mit merkwürdigen Beschriftungen stehen: Oropouche, West-Nil, Zypern, La Crosse, Dengue, Tahyna, Batai, Zika, Chikungunya, Sindbis, Usutu und O’nyong-nyong steht auf den Plastikdosen.

Was nach Urlaub und fernen Ländern klingt, sind allerdings die Namen von Viren, die schon längst nicht mehr auf ihre Ursprungsländer in Afrika, Südostasien oder Südamerika beschränkt sind. In Flugzeugen, Frachtschiffen und Lkws sind sie über Ländergrenzen und Kontinente hinweg um die Welt gereist. Sindbis, Batai und Usutu beispielsweise stammen eigentlich aus Ägypten, Malaysia und Südafrika – doch der Virenjäger Schmidt-Chanasit hat sie in Deutschland nachgewiesen. Diese drei verursachen meist nur grippeähnliche Symptome und führen selten zu ernsteren Komplikationen. […]

Weiter/Quelle: http://www.heise.de/tr/artikel/Jenseits-von-Ebola-2569179.html

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