Wenn jede Sekunde zählt: Neuartiges Reanimationsfahrzeug

Spezialisten des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) realisieren ein neuartiges Reanimationsfahrzeug. Im Rahmen von Notarzteinsätzen soll damit die Überlebensrate bei plötzlichem Herz-Kreislauf-Stillstand verbessert werden können.

Jährlich erleiden in Deutschland circa 150.000 Menschen einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand. Statistisch überleben drei bis acht von 100 Betroffenen. Ursächlich für diese geringen Überlebensraten sind zum einen die Dauer, bis Wiederbelebungsmaßnahmen ergriffen werden, und zum anderen deren Qualität bzw. Kontinuität.

Dem interdisziplinären ECMO-Zentrum des UKR ist es unter Federführung der Klinik für Anästhesiologie und in Kooperation mit dem Rettungszentrum Regensburg sowie den Unternehmen Audi und Sorin gelungen, ein neuartiges Reanimationseinsatzfahrzeug einzurichten, mit dem betroffene Patienten schneller und besser behandelt werden können. Das Fahrzeug ist mit einer transportablen Herz-Lungen-Maschine (ECMO) ausgestattet und wird von einem Spezialistenteam, bestehend aus Anästhesist und Kardiotechniker, betreut.

Das Reanimationsmobil in der Praxis

„Die Herz-Lungen-Maschine kann unmittelbar am Einsatzort am Patienten angeschlossen werden. Damit lässt sich eine umgehende und ausreichende Sicherstellung der Herz-Kreislauf-Funktion und der Sauerstoffversorgung des Körpers erzielen.

Der Patient kann unter stabilen Bedingungen transportiert und weiterversorgt werden. Zusätzliche mechanische Reanimationsmaßnahmen während des Transportes werden dann unnötig“, erläutert Professor Dr. Bernhard Graf, Direktor der Klinik für Anästhesiologie des UKR, die Vorteile des Reanimationseinsatzfahrzeugs. […]

Weiter/Quelle: innovations-report.de

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